MVG sagt

06.03.2025

Generalprobe für die Handball-WM 2025

Simon Engelbert

„Diese Generalprobe war definitiv schon WM-reif“

Mit dem ausverkauften Länderspiel gegen Weltmeister Frankreich präsentierte sich die SWT-Arena Trier als toller Gastgeber – Zwei Vorrundengruppen der Frauen-Weltmeisterschaft spielen ab 26. November an der Mosel

3213 Zuschauer in der ausverkauften SWT-Arena Trier, eine tolle Atmosphäre und viele strahlende Gesichter:  trotz der knappen 25:28-Niederlage gegen Weltmeister Frankreich am Donnerstagabend waren sich alle einig: Das war für die deutsche Frauen-Handball-Nationalmannschaft ein toller Start ins Jahr der Heim-Weltmeisterschaft. Unduch der WM-Spielort Trier ist definitiv schon bereit für die zweite Frauen-Weltmeisterschaft nach 2017. „Wir haben uns 2017 als toller WM-Standort präsentiert, und das Spiel gegen Frankreich hat gezeigt: Trier ist bereit für die nächste Weltmeisterschaft – mit einem begeisternden, fachkundigen Publikum, einer tollen Arena und einer Klasse-Organisation“, sagte Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe im WM-Talk nach der Partie. Zuvor hatte er aus den Händen von Thomas Zimmermann, DHB-Vorstand Marketing und Kommunikation, das offizielle „host-city“-Schild für den Spielort Trier erhalten.

„Es war eine unglaubliche Atmosphäre in der ausverkauften Halle. Die acht Mannschaften, die in den beiden Vorrundengruppen in Trier spielen werden, können sich auf eine coole Stadt und eine tolle Kulisse freuen. Ich hoffe, dass auch bei den WM-Spiele so viele Leute kommen werden. Denn Trier ist eine echte Handballstadt“, lobte Nationalmannschafts-Managerin Anja Althaus, die von 2000 bis 2007 für die DJK/MJC Trier gespielt hatte und bei den „Miezen“ zur Nationalspielerin geworden war.

„Diese Generalprobe in Trier war definitiv schon WM-reif, was Organisation und Begeisterung für den Frauenhandball betrifft. Die Trierer Organisatoren sind absolut im Zeitplan für die WM. Diese Vorfreude auf die WM ist überall spürbar und wird sich sicherlich noch weiter steigen, wenn nach der Auslosung am 22. Mai feststeht, welche Mannschaften in Trier spielen werden“, sagte DHB-Vorstand Thomas Zimmermann. 

Definitiv wird das Trierer Publikum vom 26. November bis 1. Dezember den aktuellen Olympiasieger und Europameister Norwegen als Kopf der Vorrundengruppe H sehen. Gesetzt ist – im Falle der Qualifikation – auch Slowenien für Gruppe D. Weitere deutsche Spielorte bei der gemeinsam mit den Niederlanden veranstalteten Frauen-WM sind die Porsche-Arena Stuttgart – mit zwei Vorrundengruppen, inklusive der deutschen Mannschaft – sowie die Westfalenhalle Dortmund als Gastgeber von zwei Hauptrundengruppen sowie zwei Viertelfinals. „Dortmund, Stuttgart, Trier – das passt doch super zusammen“, freute sich Oberbürgermeister Wolfram Leibe – und der hat zudem eine besondere Beziehung zum niederländischen Vorrundenspielort s’Hertogenbosch: denn das ist Triers Partnerstadt. „Ich hatte deren Bürgermeister schon eingeladen, bevor bekannt war, dass wir beide WM-Spielorte sind – und nun freuen wir uns beide auf die gemeinsame Weltmeisterschaft.“

Dass Trier bereit ist für die WM verdeutlichte auch Daniel Orth, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit & Marketing bei der SWT-Arena: „Das ausverkaufte Länderspiel gegen Frankreich war die beste Werbung für die WM und den Standort Trier. Alle waren zufrieden, speziell mit der tollen Atmosphäre.“ Teil des Länderspielpakets war auch der HandbALL-TOGETHER-Aktionstag am Donnerstagmorgen, als über 100 Trierer Grundschüler unter Anleitung von erfahrenen Trainern sowie Frauen-Bundestrainer Markus Gaugisch, Anja Althaus und dem früheren Nationalspieler Paul Drux das Hannibal-Abzeichen ablegten. „Es war so toll, diese Kids auch abends wieder beim Länderspiel zu sehen. Hoffentlich finden sie Gefallen am Handball, gehen in einen Verein – und kommen dann auch mit ihren Eltern wieder zu den WM-Spielen“, sagte Anja Althaus.

Für den Deutschen Handballbund ist die Frauen-Weltmeisterschaft aber „mehr als nur ein Turnier“, wie Thomas Zimmermann erläuterte: Denn die WM ist Teil der Kampagne ‚Hands up for more“: „Wir wollen Zeichen setzen für den Frauensport im Allgemeinen und für den Frauenhandball im Speziellen“, sagte der DHB-Vorstand: „Mit vielen Aktionen wollen wir die Strukturen schaffen für eine erfolgreiche Zukunft.“ Eine Maßnahme des DHB ist, dass Schiedsrichterinnen im WM-Jahr 2025 kostenlos ausgebildet werden. 50 Prozent aller Hauptamtlichen bei der WM werden weiblich sein. Es wird eine Mini-WM im Umfeld der Weltmeisterschaft geben, das Motto des nächsten DHB-Bundestags ist „Handball ist Frauensache“.  Und auch Anja Althaus ist begeistert von der bisherigen Resonanz auf die Kampagne: „Das ist eine Riesensache, denn da steckt so viel drin. Ich hoffe, dass dadurch viele Mädchen zum Handball kommen.“

Und auch der Kartenvorverkauf für den Spielort Trier zeigt das große Interesse an den WM-Spielen: Obwohl die Vorrunden-Teilnehmer noch nicht feststehen, wurden bereits über 2700 Karten verkauft, alleine für den Spieltag am 29. November sind schon über 1000 Tickets verkauft. „Nach der Auslosung steigen wir natürlich intensiv in die Vermarktung ein“, sagt Daniel Orth. Rund 3000 Plätze bietet die SWT-Arena an den sechs Vorrundenspieltagen, für die jeweils Tagestickets verkauft werden. 

Das Länderspiel gegen Frankreich am Donnerstag war übrigens das erste ausverkaufte Handballspiel in der SWT-Arena seit Pfingsten 2011, als Heiner Brand mit der Partie gegen Lettland als Männer-Bundestrainer verabschiedet wurde. „Ich hoffe, dass alle Fans, die heute hier waren, sich auch Karten für die WM kaufen. Es lohnt sich definitiv, in die Arena zu kommen“, warb Oberbürgermeister Leibe, der sich zudem auch auf viele exotische Teams freut: „Wir hatten 2017 Angola und Paraguay hier in Trier – und die haben für eine ganz besondere Atmosphäre gesorgt. So etwas wünschen wir uns auch für die WM 2025.“

Informationen zur Frauen-Handball-WM 2025

Die Frauen-WM, die der DHB gemeinsam mit den Niederlanden organisiert, ist der weibliche Höhepunkt im Jahrzehnt des Handballs. Nach 1965, 1997 und 2017 findet in Deutschland zum vierten Mal eine Frauen-Weltmeisterschaft statt. Vom 26. November bis 14. Dezember 2025 treten 32 Mannschaften in fünf Städten in den beiden Nachbarländern an, um den 27. Frauen-Handball-Weltmeister zu küren. Vom 26. November bis 1. Dezember in der Porsche-Arena Stuttgart und der SWT-Arena Trier die Vorrundenspiele mit je zwei Gruppen über die Bühne. Danach schließt sich auf deutscher Seite des Turniers vom 2. bis 8. Dezember die Hauptrunde in der Dortmunder Westfallenhalle an – dort spielen zwei Gruppen mit je sechs Mannschaften. Die beiden besten Teams jeder dieser Gruppen qualifizieren sich dann für die Viertelfinals am 10. Dezember in der „Herzkammer des deutschen Handballs“. Halbfinals und Medaillenspiele werden am 12. und 14. Dezember 2025 in der Ahoj-Halle in Rotterdam ausgetragen.  

Alle Infos zur Frauen-WM 2025 sowie Kartenvorverkauf unter www.worldhandball25.com, Karten gibt es auch unter eventim.de